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Transformational Leadership Training 0031 – Warum bist du wütend?

Heute grüße ich dich hier von New York mit Silvia Mosuru aus Zypern. Und unsere Frage heute an dich lautet: warum bist du wütend?

S: Ich weis ich sehe nicht sehr wütend aus – aber ich kann manchmal sehr wütend werden. Warum bin ich wütend?

Ich glaube, wie alle haben diese Fähigkeit, Wut ist ein sehr starker Überlebensinstinkt, eine sehr starke Überlebensqualität. Wut ist hier um uns zu schützen, nicht damit man ihn ausnutzt. Wenn die Wut kommt, ist das oft wie Feuer, und sie lässt dich nicht in Ruhe, bis du ihr deine Aufmerksamkeit gibst. Du musst dir deine Wut ansehen.

Ich hatte gestern in unserem Workshop eine Erkenntnisse, nachdem ich in Ölen gesalbt wurde – ich hatte wundervolle ätherische Öle, Blütendüfte und Essenzen bekommen. Eines dieser Düfte hat mich tief in meinem Körper berührt, hinunter bis in die Basis. Hinter den positiven Gefühlen bin ich einer sehr starken Wut begegnet ein kochendes Feld voll Wut.

A: Also es war quasi wie eine Reise hinunter zu deiner Basis, und dort hast du deine unterdrückte Wut gefunden.

S: Ja genau. Ich habe meditiert mit den Düften – ich bin von oben, vom dritten Auge hinabgestiegen – Durch Gefühle der Glückseligkeit, Freude, Harmonie… viele wundervolle Bereiche – und plötzlich fühlte ich diese immense Wut, versteckt in meinem Bauch/Unterleib.

A: Wow, und das ist auch genau der Ort, wo Wut sich gerne aufhält, im Unterleibs- und Bauchbereich, beim Manipura Chackra. Wut ist eine Energie, welche die meisten Menschen in sich tragen. Manche Menschen stehen dazu, manche Menschen nehmen sich die Zeit, sich mit ihr auseinander zu setzen – andere verleugnen sie.

Wir müssen uns fragen: Was macht uns wütend? Was ist die Wurzel, die Ursache von Wut?

S: Emotionen kommen von Erfahrungen. In meinem persönlichen Fall stammen viele meiner Emotionen von einem großen Verlust, welchen ich vergangenen Sommer erlebt habe. Ich habe alles verloren, für was ich die letzten 4 oder 5 Jahre gearbeitet hatte. Alles hatte ein Stückchen von mir – das Logo, die Farben, die Energie… alles. Es war wie mein Baby. Ich war dort in der Rolle der Priesterin, die ihren Tempel pflegte und gedeihen ließ. Dies war ein Tempel der Heilung und der Wellness. Dann geschah ein Konflikt, und ich musste diesen Ort verlassen, um mich, mein Leben und mein Wohlbefinden zu schützen. Den ganzen Sommer über war ich mit diesem Prozess beschäftigt – dies zu akzeptieren.

A: Du hast also quasi die Kontrolle verloren. Es war dein Kind, und du hast es verloren, da eine andere Person involviert war, es einen Interessenkonflikt gab, Ego-Kampf, falsche Partnerschaft, und dann hast du alles verloren.

S: Ja.

A: Und wie fühltest du dich, als du die Kontrolle verloren hast?

S: Ich hatte das Gefühl, dass mir der Boden unter den Füßen weg gezogen wurde, ich hatte das Gefühl, einen Teil meiner Identität zu verlieren… was so interessant ist, ist das sich die Wut bis gestern versteckt hatte.

A: Wie hat sich das angefühlt, den Verlust deines Geschäfts, den Verlust dieses Teiles deines Lebens?

S: Ich fühlte mich verletzlich und hilflos. Tiefe Hilflosigkeit.

A: Dies ist eine Frage an dich liebe Leserin, lieber Leser: hast du schonmal tiefe Verletzlichkeit gespürt? Hast du das schon mal gefühlt und immer noch das Bedürfnis gehabt, stark zu erscheinen? 

Hast du dich schon mal hilflos gefühlt? Und du konntest überhaupt nichts dagegen tun? 

Silvia, was tut man denn als nächstes wenn man so etwas erlebt?

S: Der erste Schritt ist, es anzusehen, es wahrzunehmen und es zu benennen. Denn wenn du so tust, als wäre es nicht da, dann wird es im Untergrund weiter arbeiten, du wirst krank werden und deine Balance verlieren.

A: Das ist also etwas, was vielen Menschen widerfährt – sie sind wütend, fühlen sich hilflos, sie könnten schreien – tun es aber nicht. Manche Menschen werfen sogar Dinge durch die Gegend, verlieren die Kontrolle über sich selbst – weil sie sich hilflos fühlen, weil sie sich ihrer Wut nicht annehmen. Wieder andere Menschen unterdrücken ihre Wut perfekt – drücken sie hinunter in ihren Bauch. Diese Wut zeigt sich nicht in Form von Schreien oder äußere Gewalt, sondern sie richtet sich nach innen und wird zu einer selbst zerstörenden Kraft – für deinen Körper, für deine Emotionen, für dein Leben.

S: Ja genau. Deine Lebenskraft, deine Schöpfungskraft wird dadurch ebenfalls blockiert, du blockierst dich dadurch selbst.

A: Die Effekte einer blockierten Lebenskraft können fatal sein. Angefangen von physischem Krankwerden bis hin zu kompletter Selbstsabotage, speziell bei Menschen, die ihre Wut unterdrücken und hinunterschlucken. Denn sie sind hilflos und haben keine Ahnung, auf wen sie ihre Wut richten sollen. Das bringt sie in einen zerstörerischen Kreislauf von Selbstbestrafung.

Wie kann dies ausschauen? Sie verdienen beispielsweise Geld, und bestrafen sich (meist unbewusst) damit, das Geld gleich wieder zu verlieren. Sie bauen etwas auf und zerstören das, was sie erbaut haben mit der zerstörerischen Kraft der Wut, welche sie noch immer in sich tragen. Dies kann zu einem sich immer wieder wiederholenden Muster werden. Die Frage hier lautet wirklich: wo hat dieser Zyklus begonnen?

S: Ja, das ist eine sehr tiefe Frage. Hier spielen ja auch die Zyklen und Muster der Vorfahren mit hinzu. Meine Eltern beispielsweise verloren alles was sie besaßen an einem einzigen Tag, als 1974 die Türken auf Zypern einmarschierten.

A: Sie mussten also um ihr Leben laufen? 3 Jahre bevor du geboren wurdest?

S: Ja.

A: Wir wissen aus der modernen Forschung, u.a. auch von Holocaust Überlebenden und deren Nachkommen, aber auch von Flüchtlingen von Krieg, dass diese Tragödien, zum Beispiel dieses Erlebnis alles plötzlich zu verlieren durch Krieg, oder die völlige Hilflosigkeit im Konzentrationslager, dieses Gefühl der Erniedrigung und das grenzenlose Grauen was dort herrschte, sich noch 3 Generationen später im genetischen Code der Nachkommen auffinden lässt. In der Bibel lesen wir, dass diese „Generationsflüche“ sogar 7 Generationen lang weitergegeben werden können. Die Frage hier lautet jetzt: was kann man da tun?

Was können wir tun?

S: Das ist eine gute Frage: Was können wir tun?

Zuallererst bin ich sehr dankbar, es zu sehen, es benennen und identifizieren zu können. Dies ist der erste Schritt: es zu sehen und anzunehmen. Viele Menschen auf dem Weg des Yoga und der Meditation haben angst davor, Wut zu spüren. Wir denken, Wut ist etwas böses. Die Wahrheit jedoch ist, das Wut einfach nur ein menschliches Gefühl ist. Wenn ich es also identifiziere, dann akzeptiere ich es auch.

A: Akzeptanz, das ist der erste Schritt. Es ist ja sehr interessant, dass viele Menschen mit großer Wut diese komplett leugnen. Sie wollen ihre Wut nicht einmal anerkennen.

Was passiert, wenn du deine Wut leugnest?

S: Du wirst krank.

A: Ja, stimmt. Was ich noch gesehen habe, ist dass die Dinge dann im Leben alle schief laufen. Wut ist eine zerstörerische Kraft. Wenn du Wut in dir trägst, strahlt sie auch von dir aus, sie agiert zerstörerisch im Leben einer solchen Person die ihre Wut unterdrückt und leugnet. Es geschieht ganz oft, dass die Menschen Opfer ihrer eigenen Wut werden. Sie verlieren ihre Wohnung, verlieren ihre Arbeit, ihre Beziehungen gehen in die Brüche, sie machen bankrott. Und sie haben keine Ahnung, dass es ihre eigene unterdrückte Wut ist, diese zerstörerische Kraft die sie in sich tragen, welche sich im äußeren manifestiert.

Wenn diese zerstörerische Kraft in dir bleibt, zerstört sie dich, deine Gesundheit. Wenn sie nach aussen dringt, zerstört sie das äußere Leben, und diese Menschenwundern sich: „warum habe ich immer Pech? Warum geht bei mir immer alles schief? Warum kann ich nicht endlich glücklich sein?“

Wut an sich ist nichts böses – es ist einfach nur eine menschliche Emotion, die wir alle erleben.

Es gibt verschiedene Auslöser von Wut, von Hilflosigkeit. Manche sind genetisch, andere lernen wir durch unsere Kultur, unsere Erlebnisse, Menschen, die unseren Willen überfahren und von uns verlangen: „mach einfach was man dir sagt“.

Was ist jetzt aber der zweite Schritt?

S: Der zweite Schritt ist, nachdem du deine Wut gefunden und angenommen hast, finde deine Stimme. Öffne dein Herz, öffne dein Kehlkopfchakra und finde deine Stimme wieder. Stehe auf und teile sie mit Menschen. Mach dich hörbar. Erzähle deine Geschichte und stehe dazu, dass du wütend bist. Inspiriere dich dazu, mit offenem Herzen und hörbarer Stimme dich mitzuteilen, was bei dir gerade lebendig ist.

A: Sehr kraftvoll. Finde deine Stimme wieder. Opfer von Wut verlieren oft ihre Stimme, und finden sie nicht wieder. Dies fügt zu ihrer Hilflosigkeit hinzu. Oft können sie nicht einmal vor sich selbst dazu stehen, was in ihnen los ist. Sie haben ihre Stimme komplett verloren. Ihre eigene Stimme hat ihre Kraft verloren, und sie werden von den Stimmen anderen übertönt und bestimmt.

„Am Anfang war das Wort“, so startete alles, dies ist der Beginn aller Schöpfung. Deine Stimme ist etwas vom wichtigsten in deinem Leben. In dem Moment, indem du deine Stimme verlierst, verlierst du komplett die Kontrolle. Dann wirst du wirklich hilflos. Und noch wütender.

Wie kann man die eigene Stimme wieder finden?

S: Singe, sprich laut über das, was passiert ist. Deine Stimme ist dein Schutz. Deine Stimme ist Vibration. Deine Stimme wieder zu finden ist das, was dir Heilung bringen wird von deiner Wut. Meditation, Bewegung, Yoga, duftende Essenzen usw. werden dir dabei helfen, den Raum dafür zu öffnen, dass du dich selbst heilen kannst. Sprich mit deinen Freunden, mit deinen Lehrern, sprich mit der Welt.

A: Was sagst du zu singen und zu Mantren?

S: Mantren sind bereits seit über 3 Jahren eines der Hauptquellen der Heilung in meinem Leben, besonders Mantren auf Sanskrit. Das Mantra zu chanten, zu wiederholen, die Schwingung in deinem Körper zu fühlen, die ihm zu verpflichten und hinzugeben.

A: Du hast also deine Wut erkannt, angenommen und dir deine Stimme zurück gegeben. Was ist der dritte Schritt?

S: Der dritte Schritt ist, diese Wut, diese zerstörerische Kraft die wenn du sie gegen dich selbst richtest zu Depressionen führen kann, die dein gesamtes Leben boykottieren kann, zu transformieren. Transformiere sie in etwas positives. Transformiere sie in eine positive Kraft, die dein leben verändern kann und wird.

A: Du nimmst also diese an sich zerstörerische Kraft und nutzt sie, um etwas von Wert, etwas positives in deinem Leben zu schaffen?

S: Ja, nimm diese starke Energie und schaffe mit ihr etwas von Wert für dich und für andere Menschen.

A: Wäre es zu schwierig, oder glaubst du ist es möglich, auch etwas von Wert für jene Menschen zu schaffen, die an der Wurzel unserer Wut stehen, die sie möglicherweise verursacht haben? Hier denke ich an Jesus, der sagte, wenn dir einer auf die rechte Wange schlägt, halte ihm auch deine Linke hin. Du ergreifst Aktion, Initiative, du gehst aus deiner Opferhaltung raus und machst einen aktiven Schritt in Richtung Vergebung, Heilung und nimmst die Kontrolle zurück, indem du etwas positives kreierst.

S: Etwas ganz interessantes, was ich auch gestern erst wieder erfahren habe ist, dass Wut hat einen eigenen Verstand. Vielleicht hast du der Person, die dich verletzt hat schon längst vergeben, vielleicht verstehst du sogar ihre Handlung – doch Wut operiert auf einer komplett anderen Ebene. Sie ist eine Energie, die tief in dir sitzen kann. Wir wissen nicht immer, warum Menschen tun was sie tun wie zum Beispiel die Konzentrationslager usw. Aber wir können, indem wir uns selbst mit all unseren Gefühlen annehmen auch die Menschlichkeit im anderen erkennen. Ich respektiere die Wut als einen großen Lehrer. Ich fühle keinen Hass für jene Menschen, die mein Land erobert haben, ich habe gelernt, dass mit Liebe und Verbundenheit können wir verhindern, dass solche Dinge wieder passieren.

A: Dieses Thema geht weit jenseits von Entrepreneurship, Network Marketing und Internet Marketing. Dies geht zurück an die Fundamente von dem, was wir als Menschen sind. Auch wenn Dinge im Business schief laufen, kann man sehr wütend werden, speziell wenn man sich dann hilflos und ausgeliefert fühlt.

Dies ist genau der Grund, warum wir hier gerade dieses Interview für dich aufnehmen, lieber Leser, liebe Leserin. Denn viele Menschen werden im Geschäftsleben nie erfolgreich, da sich die zerstörerische Kraft ihrer unterdrückten, unbewussten Wut in ihrem Leben manifestiert.

Die drei Schritte sind:

  1. Akzeptanz,
  2. Finde deine Stimme,
  3. Transformiere die Energie deiner Wut in etwas positives, konstruktives und kreiere.

Vielen Dank,

mein Wunsch für dich, meistere Network Marketing und lebe ein Leben in positiver Energie, im Fluss und komm in deine Kraft,

Aditya Nowotny

Ps: Hast du Erfahrungen oder Fragen zu zu diesem Thema? – Dann hinterlasse deinen Kommentar unten oder schicke eine E-Mail mit deiner Frage an nowotny@oetq.net

Gute Fragen werden mit einem eigenen Video geehrt, welches die Antwort auf die Frage gibt. Also kannst du auch gerne eine allgemeine Frage stellen, die dir auf dem Herzen liegt, und nach einiger Zeit wird auf diesem Blog ein Video mit der Antwort erscheinen!

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